Mittwoch, 10. April 2013

M 5,5 - Starkes Erdbeben in Honduras

Um 21.14 Uhr MESZ ereignete sich im Norden von Honduras ein Starkes Erdbeben der Magnitude 5,5.
Das Epizentrum lag 1 Kilometer südwestlich von San Antonio, Honduras und hatte eine Tiefe von 10 Kilometern.
Das Erdbeben war auch in der Hauptstadt Tegucigalpa, sowie in Belize deutlich spürbar.
Ersten Meldungen zufolge, soll es zu Schäden und Stromausfälle gekommen sein.
Berichte über Verletzte liegen zur Zeit noch nicht vor.

Schweres Nachbeben im Iran - M 5,6

Um 03:58 Uhr MESZ ereignete sich im Iran ein schweres Nachbeben der Stärke 5,6 auf der Magnitudenskala.

Das Epizentrum lag 84 Kilometer südwestlich von Firuzabad Iran, in einer Tiefe von 10 Kilometern.
Wahrscheinlich wird es auch hier weitere Schäden geben, an den ohnehin schon beschädigten Gebäuden.
Verletzte oder sogar weitere Todesopfer können nicht ausgeschlossen werden.
ShakeMap gibt für das Epizentrum Intensität VII an.




Dienstag, 9. April 2013

M 6,3 - Schweres Erdbeben erschüttert Iran - mindestens 40 Tote / 1000 Verletzte

Um 13.52 Uhr MESZ ereignete sich ein sehr schweres Erdbeben der Magnitude 6,3 in einer Tiefe von 10 Kilometern, im Süden des Irans.


Das Erdbeben war auch in Katar, Bahrain, Kuwait,Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien spürbar.
Das Epizentrum des Erdbebens lag in der Provinz Buschehr nahe der Grenze zur Provinz Fars, 86 Kilometer südöstlich von Bandar Bushehr, Iran und 279 Kilometer von Manama Bahrain.
Eine der Regionen mit der höchsten Erdbebenaktivität.
Es muss mit hoher Wahrscheinlichkeit mit schweren Schäden, Verletzten und Toten gerechnet werden.
Die ShakeMap gibt für das Epizentrum die Intensität VIII an, was sehr stark ist.


3000 Menschen leben nach USGS Angaben im Bereich von MMI VIII, und weitere 15.000 im Bereich, in dem das Erdbeben MMI VII hatte.

Menschen gerieten in Panik, und rannten auf die Straßen,vielerorts fiel die Energieversorgung aus.

Laut Medienberichten  campieren viele Menschen aus verschiedenen Städten auf der Straße, aus Angst vor weiteren Beben.

Bisher gab es ein weiteres starkes Nachbeben, dessen Stärke laut USGS bei Magnitude 5,4 lag.


Dementsprechend folgt eine Touristen und Reise-Warnung für den Iran.

Update 15.07 Uhr:


Es wird berichtet, dass die Stadt Khormooj mit 31.000 Einwohnern fast vollständig zerstört wurde. Bislang wurden dort drei Leichen entdeckt. Khormooj liegt im Bereich von MMI VI. Es soll dort auch zu einem Erdrutsch gekommen sein.

Der Iranische Rote Halbmond hat 4 Rettungsteams bestehend aus je 20 Personen in die Erdbebenregion geschickt.
Die Rettungskräfte arbeiten nun auch mit Helikoptern um das betroffene Gebiet zu überwachen. Bislang gab es mindestens 21 spürbare Nachbeben.

Atomanlagen sind nach ersten Meldungen nicht beschädigt


Update 19:30Uhr:
Mindestens 37 Todesopfer und 880 Verletzte

Update Gute Nachrichten 20:15 Uhr:

20 Personen unter den Trümmern der zusammen gestürzten Häuser gerettet, in Bushehr, Iran.
Dort suchen zur Zeit Rettungstruppen mit 8 Spürhunden weiter nach Verschütteten.

Update 15:25 Uhr:
Die Todesopfer zahl steigt auf mindestens 40 und 1000 Verletzte

Samstag, 6. April 2013

Starkes Erdbeben auf Kreta (Griechenland) - M 5,2

Vor der Küste von Kreta ereignete sich um 13.26 Uhr ein Erdbeben der Magnitude 5,2.
Das Erdbeben hatte eine Tiefe von 13 Kilometern.

Fast auf der gesamten Insel war das Erdbeben deutlich spürbar.
Das Erdbeben hatte eine maximale Intensität MMI V, in Heraklion der Inselhauptstadt, war es mit Intensität MMI IV spürbar. Berichte über Schäden liegen nicht vor.
Bereits in den vergangenen Tagen gab es an gleicher Stelle eine Häufung kleinerer Erdbeben bis Stärke 4.


M 7,2 - Erdbeben auf Neuguinea (Indonesien)

Um 6.42 Uhr MESZ ereignete sich ein schweres Erdbeben der Magnitude 7,2. Nach angaben des USGS ereignete es sich in einer Tiefe von 58 Kilometern.

Das Erdbeben hatte In der nördlichen Tiefebene der Insel, eine Intensität VI bis VII. In weiten Teilen von Papua, kam es laut Indonesischen Behörden verbreitet zur Panik.
Nach Schätzungen des USGS leben in der Epizentralregion, etwa 9000 Menschen. Nach ersten Überprüfungen durch den Katastrophenschutz wurden in der betroffenen Region keine Schäden registriert. Allerdings ist die Überprüfung noch nicht abgeschlossen. Berichte über Verletzte liegen bislang noch nicht vor. Eine Tsunami-Warnung gibt es nicht.

Tektonische Hintergründe erklärt von Juski:
Im Indonesischen Teil von Neuguinea trifft die schnelle Indo-Australische Platte auf mehrere langsame Mikroplatten. In dem Fall ist die Maoke-Platte von Bedeutung. Diese bewegt sich um einige Grad versetzt in die gleiche Richtung wie die Indo-Australische Platte, nur um einiges langsamer. Durch den Druck der Indo-Australischen Platte faltet sich das Gebirge auf, dass die südliche Grenze der Maoke-Platte markiert. Ein Teil der großen Platte taucht dabei zusammen mit der Maoke-Platte in den Erdmantel ab. Dort wurde das Erdbeben durch eine ruckartige Verschiebung verursacht, wobei es sich teilweise um eine seitliche (im entsprechenden Winkel nach Nordosten) und größtenteils um eine Anhebung der Maoke-Platte entgegen dem Druck der Indo-Australischen Platte handelte.


Update:
Es gab schon mehrere Nachbeben deren stärke meist zwichen Magnitude 4,0 und 5,1 lag.

Freitag, 5. April 2013

Erdbeben in Indonesien und Japan

Erdbeben Indonesien 19:35 Uhr MESZ:

Ein Erdbeben der Magnitude 5,5 in einer Tiefe von 45 Kilometern (USGS), ereignete sich um 19:35 Uhr MESZ in Nias Region, Indonesia.
Berichte über Schäden liegen nicht vor.








Erdbeben Japan 21:24 Uhr MESZ:

Ein Erdbeben der Magnitude 5,1 in einer Tiefe von 100 Kilometern (USGS), ereignete sich um 21:24 Uhr MESZ vor der Nordostküste Hokkaido, Japan.
Das Erdbeben wird für Japan harmlos gewesen sein, auf Grund der hohen Tiefe (100 km), und der geringen Stärke.
Berichte über Schäden liegen nicht vor.

Verhalten bei einem (schweren) Erdbeben


Während des Erdbebens:


Bei Aufenthalt im Gebäude:

• Bleiben Sie ruhig! Keine Panik! Springen Sie nicht aus dem Fenster oder vom Balkon!
• Suchen Sie sofort Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z. B. Tisch) und halten Sie sich fest,
solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, flüchten Sie
unter einen stabilen Türrahmen oder legen Sie sich auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und
weg von Fenstern und schützen Sie Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen.
• Bleiben Sie im Haus, solange die Erdbebenerschütterungen anhalten! Am gefährlichsten ist der Versuch,
das Gebäude während des Bebens zu verlassen. Man kann durch fallende Gegenstände oder Glassplitter
verletzt werden. Ausnahme: Sie befinden sich bei Beginn der Erschütterung im Erdgeschoss in Nähe
einer Außentür, die direkt ins Freie führt (Garten oder offener Platz, nicht enge Strasse). Kein
Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien:

• Suchen Sie schnellstmöglich einen freien Platz auf, entfernt von Gebäuden, Straßenlampen und
Versorgungsleitungen – bleiben Sie dort, bis die Erschütterungen abgeklungen sind.
• Wenn Sie Auto fahren, steuern Sie es sofort an den Straßenrand, weg von Gebäuden, Bäumen, Überführungen und Versorgungsleitungen. Bleiben Sie im Fahrzeug, solange die Erschütterungen anhalten.
Schalten Sie das Autoradio ein. Befahren Sie keine Brücken, Kreuzungen oder Unterführungen! Nach dem
Beben fahren Sie mit größter Vorsicht weiter (vermeiden Sie dabei Brücken und Rampen, die durch das
Beben beschädigt sein könnten) oder lassen Sie das Auto ganz stehen.
• Befinden Sie sich bei Beginn der Erschütterungen am Fuße eines Steilhanges, dann bewegen Sie sich
umgehend von diesem weg (Gefahr von Erdrutschen oder Steinschlag!).
• Verspüren Sie starke Erdbebenerschütterungen an einer flachen Küste, dann rennen Sie so schnell wie möglich
landeinwärts auf möglichst höheres Niveau. Das Erdbeben kann (u. U. bis zu 30 m hohe) Meereswogen
auslösen (Tsunami). Diese treffen manchmal erst lange nach Abklingen der Bebenerschütterungen ein.
Auch kann eine zweite Woge wesentlich später folgen. Deshalb verlassen Sie Ihren erhöhten Zufluchtsort
erst, wenn offizielle Tsunami-Entwarnung gegeben wird.


Nach einem Erdbeben:


• Schalten Sie Ihr Radio ein und verfolgen Sie die Meldungen und Anweisungen des
Katastrophendienstes!
• Helfen Sie verwundeten oder verschütteten Personen mit größter Umsicht. Wenn möglich, gewähren Sie
erste Hilfe. Bewegen Sie keine Schwerverletzten, es sei denn, dass eine unmittelbare Gefahr für diese
besteht. Rufen Sie ärztliche Hilfe!
• Helfen Sie Ihren Nachbarn, insbesondere Kindern, älteren Leuten und Schwerbeschädigten.
• Nach einem großen Erdbeben muss mit Nachbeben gerechnet werden. Obgleich diese schwächer als der
Hauptstoß sind, können Sie an bereits beschädigten Gebäuden weitere Schäden oder sogar deren
Einsturz verursachen. Nachbeben können noch bis zu mehreren Tagen, Wochen oder sogar Monaten nach
dem Hauptbeben auftreten.
• Betreten Sie keine beschädigten Gebäude und wenn, dann nur in Begleitung von Rettungskräften und mit
Schutzhelm. Kehren Sie erst nach Hause zurück, wenn durch die Behörden die Sicherheit bestätigt wird.
• Telefonieren Sie in dringendsten Notfällen: keine langen Gespräche! Eine Überlastung der
Telefonverbindungen gefährdet die Rettungs- und Hilfsaktion.
• Beseitigen Sie umgehend verschüttete giftige oder brennbare Flüssigkeiten.
• Öffnen Sie Schranktüren vorsichtig. Verletzungen sind möglich.
• Schalten Sie die Heizung ab. Prüfen Sie umgehend, ob der Schornstein über seiner gesamten Länge
irgendwelche Schäden ausweist, durch die ein Brand entstehen könnte. Informieren Sie die Feuerwehr.
• Prüfen Sie, ob Gasleitungen undicht sind (Geruch, Geräusch?). Schließen Sie den Haupthahn und informieren Sie ggf. die Gaswirtschaft.
• Prüfen Sie, ob elektrische Leitungen defekt sind (gebrochene Kabel, Funken, durchgescheuerte oder
heiße Isolationen?). Wenn ja, Hauptschalter ausschalten, Elektriker informieren.
• Prüfen Sie, ob Wasser- oder Abwasserleitungen undicht sind. Im Verdachtsfall benutzen Sie keine
Toiletten. Informieren Sie den Installateur. Erkundigen Sie sich beim Wasserwerk, ob infolge des
Erdbebens Trinkwasserverunreinigungen entstanden sind.
• Ist die Wasserversorgung ganz ausgefallen, dann nutzen Sie den Notvorrat bzw. das Wasser aus
Toilettenspülbecken, Boilern, Konserven etc. Da dann Toilettenspülung nicht mehr möglich ist, kann dies
insbesondere in der heißen Jahreszeit sehr problematisch werden. Sie sollten eine Schaufel für die
Entsorgung bereithalten.
• Benutzen Sie das Auto nur in dringendsten Notfällen. Halten Sie die Straßen und Zufahrtswege frei für
Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge.
• Halten Sie Ihre Notversorgungsgegenstände griffbereit im Falle angeordneter Evakuierung.
• Bei zeitweiligen Notunterkünften ohne die gewohnten sanitären Einrichtungen ist größtmögliche Hygiene
geboten (Seuchengefahr!).
• Betreten Sie keine flachen Strand- und Küstengebiete (Tsunamigefahr!).
• Für den Fall, dass das Beben Sie im Auto überrascht hat, lassen Sie dieses am besten an der
Nothaltestelle stehen. Die Straßen dürften spätestens nach 15 Minuten verstopft sein, bzw. von
der Polizei gesperrt werden. Sie können wahrscheinlich mit dem Auto das Stadtgebiet nicht verlassen
oder wohl auch keine anderen Stadtteile erreichen. Es ist ratsam, den Zündschlüssel stecken und die
Fahrertür unverschlossen zu lassen.
• In dem Bebengebiet kann es zu kleineren und größeren Bränden kommen. Die Feuerwehr wird durch verstopfte Straßen und gebrochene Wasserleitungen oft kaum in der Lage sein, Brände unter Kontrolle zu
bekommen. Großbrände sind eine größere Gefahr, als das Erdbeben selber. Beobachten Sie Ihre
Umgebung und die Windrichtung. Falls Ihr Aufenthaltsort von Feuer bedroht wird, oder unbewohnbar
geworden ist, begeben Sie sich mit Ihrem Notgepäck zu den Sammelplätzen, und dort möglichst auf die
windabgewandte Seite. Die Sammelplätze sind meist größere Freiflächen, die auch als Feuerschneisen
wirken sollen.
• Versuchen Sie, auf den Sammelplätzen mit anderen EU-Angehörigen eine Gruppe zu bilden. Stellen Sie
sich eine Liste der dort befindlichen Deutschen auf, mit Namen, Vornamen, Geburtsdatum,
Gesundheitsstand und Name, Telefonnummer von Angehörigen in Deutschland. Versuchen Sie dann,
diese Liste an die Botschaft zu übermitteln, die bemüht sein wird, entsprechend den gegebenen
Umständen rund um die Uhr in Bereitschaft zu sein. Vertreter der Botschaften der EU-Staaten werden versuchen, alle Plätze zu erreichen, um Sie über die getroffenen Maßnahmen zu informieren und Listen der
oben bezeichneten Art einzusammeln.


Weltkarte der Erdbebengefährdung


(GFZ Potsdam)